Grußwort des Trägers                     -5-

 

Vorwort                                            -6-

 

Katholisches Profil                           -7-

 

Geschichte des Kindergartens         -8-

 

Wir stellen uns vor                           -9-

 

Wo finden Sie uns -9-

 

Öffnungszeiten -9-

 

Räumlichkeiten -10-

 

Unser Umfeld -10-

 

Wir als Team                                    -11-

 

gesetzliche Grundlagen                   -13-

 

Unser Bild vom Kind                        -14-

Pädagogische Leitziele                    -15-

Persönlichkeitsentwicklung -16-

Sozialerziehung -17-

 

Werte und Religion -18-

 

Lernen lernen -19-

 

Sprachförderung -20-

 

Natur und Technik -21-

 

Bewegung und Motorik -22-

 

Kreativitätsförderung -23-

Musik -24-

 

Interkulturelle Erziehung -25-

 

Methoden unserer pädagogischen Arbeit -26-

Ein Tag im Kindergarten -26-

 

Projektarbeit -28-

Das Jahr vor der Einschulung -29-

Kinderkrippe                                      -30-

Schulkindbetreuung                          -33-

Elternarbeit                                       -34-

Kooperation                                      -37-

 

Schule -37-

Fachdienste -37-

 

Sonstige -37-

 

Maßnahmen zur Qualitätssicherung -38-

Beobachtung und Dokumentation -38-

Elternumfrage -38-

 

Fortbildung -38-

 

Konzeption -38-

 

Schutzauftrag des Kindergartens      -39-

 

Schlusswort                                       -40-

Grußwort des Trägers

 

 

Sie haben Ihr Kind in den Kindergarten unserer Kirchenstiftung St. Michael angemeldet, wir heißen Sie recht herzlich willkommen.

 

Seit über 50 Jahren existiert und wirkt der Kindergarten St. Michael in Obergermaringen. Wie wichtig diese Einrichtung für unsere Gemeinde und für unsere Pfarrei ist, brauche ich nicht besonders zu betonen. Heutzutage ist es fast eine Selbstverständlichkeit, einen Kindergarten, mit all dem, was er bieten kann, in Anspruch zu nehmen.

 

Die Kirchenstiftung St. Michael, als Träger, bietet seit einem halben Jahrhundert den Familien einen Ort, wo die Kinder sich im Geiste christlicher Werte, wie in einem „Garten“ frei und gemäß ihrer Fähigkeiten fühlen und entwickeln können. Ja, wie in einem Garten – weil dieser Ort Kindergarten heißt. Ich finde diesen Namen großartig und ganz zutreffend. Ein Garten der Kinder.

 

Ein Garten ist immer etwas Schönes, Wohltunendes, etwas, was irgendwie an das Paradies erinnert. Die Pracht eines Gartens sind Blumen, Pflanzen und Früchte. Jeder normale Mensch fühlt sich im Garten wohl und entspannt. Ein Garten braucht regelmäßige liebevolle Pflege, die den Blumen zum blühen verhilft.

 

Wenn wir jetzt bei dem Bild des Gartens bleiben und die Kinder als Blumen, den Kindergarten als einen prächtigen Blumengarten sehen, wird uns bewusst, was für eine wunderbare Einrichtung unser Kindergarten ist.

 

Aber es gibt keinen Garten ohne den Gärtner. Er muss ein guter Fachmann sein, dessen ganze Liebe den Blumen gilt. Wer ist dieser Gärtner im Kindergarten?

Natürlich, alle Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen. Ohne sie würde dieser Garten nicht so prächtig blühen.

 

Ich wünsche unserem Kindergarten, dass er so bleibt wie er immer war - ein Garten, wo Blumen blühen.

 

 

 

Dr. Joachim Gaida

(Pfarrer)

 

 

 

Vorwort

 

 

Immer wieder stellten wir uns die Frage: Wie können wir unsere pädagogische Arbeit transparenter für Träger, Eltern und Öffentlichkeit machen?

 

Auf den folgenden Seiten unserer Konzeption möchten wir Ihnen unsere Einrichtung näher bringen. Sie soll einen Einblick in die Kindergartenpädagogik geben, sowohl auch in die Kindergartenorganisation und auch den Kindergartenalltag.

Doch zugleich soll die Konzeption auch als Leitfaden für uns als Team dienen.

Welchen Leitfaden haben wir über unserem Kindergarten stehen?

 

Wir sind ein kirchlicher, traditionsbewusster Landkindergarten, der durch eine Vielfalt an Ideen offen für Neues ist und in dem alle an einem Strang ziehen!

Daraus ergibt sich für uns das Motto:

 

Kindergarten St. Michael – ein Baustein für´s Leben

 

Die ersten 6 Lebensjahre und die Grundschulzeit gelten als die lernintensivsten und entwicklungsreichsten Jahre. Es wird der Grundstein für lebenslanges Lernen gelegt. Je solider und breiter die Basis an Wissen und Können aus jener Zeit ist,

desto leichter und erfolgreicher lernt das Kind danach.

So wollen wir mit Ihnen die ersten Grundsteine setzen und freuen uns auf einen gemeinsamen Weg.



Ihr Team vom Kindergarten St. Michael

 


Katholisches Profil

 

 

Wir sind ein katholischer Kindergarten unser Träger ist die katholische Pfarrkirchenstiftung St. Michael mit Vorsitz Herr Pfarrer Dr. Joachim Gaida.

Die Vermittlung der in der katholischen Religion vorfindbaren Werte, Orientierungshilfen und Sozialformen durch unser Vorbild und gezielte Angebote liegt uns daher besonders am Herzen.

Der kirchliche Jahreskreis bietet vielfältige Möglichkeiten, die Bibel und katholisches Brauchtum kennen zu lernen und Gemeinschaft zu erfahren. Heiligenlegenden zeigen anschaulich, wie Menschen füreinander da sein können. Wir beziehen Gott in unseren Alltag mit ein. Im täglichen Gebet vertrauen wir Ihm unsere Sorgen und Nöte an, wir bitten für uns oder unsere Nächsten um Hilfe und Beistand. Wir danken für unser täglich Brot, für Gesundheit, Freunde und alles, was unser Leben reich und schön macht. Wir preisen Gott mit Liedern und Gebeten. Wenn wir uns in der Natur aufhalten, erfahren wir, dass die Schöpfung wunderbar ist, dass sie uns ALLES gibt, was wir zum Leben brauchen, aber auch, dass wir verantwortlich für sie sind.

Unser Pfarrer besucht uns regelmäßig, z.B. zur Adventskranzweihe, zur Erteilung des Blasiussegens oder am Aschermittwoch, und ergänzt unsere religiöse Erziehung. Dies und die Teilnahme an Gottesdiensten, sowie gemeinsame Feste verdeutlichen den Kindern, dass wir ein Teil der Pfarrgemeinde sind.

Durch diese elementaren, mitmenschlichen Erfahrungen wird die Grundlage für Gotteserfahrung und die Begegnung mit Gott geschaffen.

Jedes Kind ist wertvoll und einzigartig. Ihm wird die Möglichkeit gegeben, vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebenserfahrung in einem neuen und anderen Lebensraum sein Kindsein mit seinen Bedürfnissen leben zu können.

 

Die Kindertageseinrichtung „St. Michael“ steht auch offen für Kinder aus Familien anderer Glaubenshaltung. Sie achtet die religiöse Überzeugung, die Kindern dieser Familien in ihrem Elternhaus vermittelt wird. Von den Eltern wird jedoch erwartet, dass sie das religiöse Angebot unseres Kindergartens respektieren.

 

Geschichte des Kindergartens

 

Wir sind der erste Landkindergarten und der älteste Kindergarten in der Umgebung. Bereits im Jahre 1955 wurde mit der Planung des Kindergartens in Obergermaringen begonnen. Federführend hierfür war der damalige Pfarrer Ludwig Lutz.

 

Nach der Gründung eines Kindergartenvereins wurde ein für die damaligen Verhältnisse moderner und zweckdienlicher Bau neben der Volksschule erstellt.

 

Der eingruppige Kindergarten stand unter der Trägerschaft der katholischen Kirchenstiftung St. Michael und am 05.08.1956 erfolgte die feierliche Einweihung.

Somit konnte sich Obergermaringen mit dem ersten Kindergarten auf dem Land schmücken.

 

Bereits einige Jahre später wurde auf Grund der vielen Kinder die Anzahl auf eine Vormittags- und Nachmittagsgruppe verteilt.

Nach dem neuen Kindergartengesetz durften ab 1974 nur noch 25 Kinder in einer Gruppe geführt werden. Zudem sollten auch die Kinder aus Untergermaringen und Ketterschwang die Möglichkeit des Kindergartenbesuchs bekommen.

Deshalb war es dringend notwendig den Kindergarten auf drei Gruppen zu erweitern.

 

Die Einweihung dieses Anbaus mit weitflächigem Garten fand am 14.11.1976 statt.

 

Die Kinder aus Untergermaringen und Ketterschwang wurden mit einem gemeindeeigenen Kleinbus vom Kindergartenpersonal transportiert.

 

Da der Kinderzuwachs innerhalb der einzelnen Gemeinden weiterhin stetig anstieg, wurde 1991 in der Schule in Untergermaringen sowie 1994 in Ketterschwang je ein Gruppenraum für die Kindergartenkinder eingerichtet.

 

Aufgrund des hohen Bauvorkommens und des Zuzugs junger Familien war die Raumkapazität in Obergermaringen bald ausgeschöpft.

Die Gemeinde entschloss sich für einen Neubau auf dem gemeindeeigenen Grundstück neben dem Kindergarten, der 1996 fertig gestellt wurde.

Dieser moderne Bau beinhaltet zwei Gruppenräume mit den entsprechenden Nebenräumen.

 

Bis zum Jahre 2002 wurde der Kindergarten in Obergermaringen mit 4 Gruppen geführt, der Kindergarten in Ketterschwang musste im Jahre 2002 nach Obergermaringen umsiedeln.

 

Seit September 2007 bietet der Kindergarten für die Schulkinder Mittags- und Hausaufgabenbetreuung an.

Wir stellen uns vor

 

Wo finden Sie uns:

 

Kath. Kindergarten St. Michael

Schulstraße 9

87656 Obergermaringen

Tel: 08341-66513

Fax: 08341-9558509

Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Unser Träger:

Kindergartenverwalter:

Wir werden unterstützt:

 

 

 

Kath. Kirchenstiftung

Paul Klöck

Gemeinde Germaringen

St. Michael

Sitz in der Gemeinde

vertreten durch

Pfarrgasse 2

Westendorfer Str. 4a

Herrn Bürgermeister Rager

87656 Obergermaringen

87656 Obergermaringen

Westendorfer Str. 4a

Tel: 08341/65213

Tel: 08341/9775-14

87656 Obergermaringen

Fax: 08341/988677

 

Tel: 08341/9775-0

 

Sie finden bei uns 3 Regelgruppen mit 25 Kindern, eine Kinderkrippe und eine Hausaufgabenbetreuungsgruppe.

Unser Kindergarten besitzt eine Betriebserlaubnis für 112Kindern. Die betreuten Kinder sind im Alter zwischen ca. 1 Jahr und Ende der Grundschulzeit. Vom Ortsteil Ketterschwang bringt ein Busunternehmen (finanziert von der Gemeinde) die Kinder täglich am Morgen zum Kindergarten und am Mittag wieder zurück.

Gastkinder aus anderen Gemeinden sind (sofern freie Plätze vorhanden und die Wohnsitzgemeinde in unserem Kindergarten einen Kindergartenplatz anerkennt) herzlich willkommen.

 

Unsere Öffnungszeiten

 

Die Öffnungszeiten des Kindergartens sind von 7.30 - 16.00 Uhr, in der die Kernzeit (die Zeit, in der die Kinder anwesend sein sollten) von 8.30 - 12.00 Uhr ist.

Die Krippe ist geöffnet von 7.30 - 14.30Uhr.

Während der Schulzeit, werden die Schulkinder von 12.45 - 16.00 Uhr betreut.

Während der Ganztagsbetreuung ist ein warmes Mittagessen möglich, das von zu Hause mitgebracht und in der Mikrowelle erwärmt wird.

Räumlichkeiten

 

Für Kinder entscheidend ist die emotionale Atmosphäre in der sie lernen. Kinder lernen am besten und sind am kreativsten, wenn sie sich wohl fühlen und mit Lust, Freude und Spaß lernen. Auch wie die Kinder Räume wahrnehmen und welche Anregungen sie ihnen liefern, hat maßgeblich Einfluss auf ihr Lernen. Lernumgebung, die liebevoll und anregend gestaltet und in deren Gestaltung die Kinder beteiligt worden sind, steigern Wohlbefinden, Lernmotivation und Effizienz von Lernprozessen.

Im Altbau befinden sich drei Gruppenräume, die alle über einen separaten Nebenraum verfügen, zwei werden als Intensivräume und einer als Schlafraum genutzt.

Die Bewegungsecke und die Gardaroben sind im Flur integriert. Des weiteren befinden sich im Gebäude zwei Waschräume mit Kindertoiletten, eine Personaltoilette, Teeküche und ein Büro.

Der Gruppenraum teilt sich in verschiedene Spielbereiche, z.B. Puppenecke, Maltisch, Bau- und Kuschelecke usw. auf. Je nach Interesse können die Kinder die verschiedenen Ecken frei wählen. Dieses Umfeld soll die Kinder zum Entdecken und Ausprobieren anregen. Die Turnhalle wird von allen Gruppen genutzt.

Der Garten lädt die Kinder zum Rennen, Klettern und Erkunden ein. Ferner können sie im Sandkasten, auf der Schaukel, auf dem Fahrweg mit den Fahrzeugen und weiteren Geräten ihre Fähigkeiten trainieren. Die große Grünfläche bietet den Kindern die Möglichkeit, ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen.

Im Neubau sind zwei Gruppenräume untergebracht, die jeweils mit einer zweiten Spielebene ausgestattet sind. Beide Gruppenzimmer sind durch große Fensterfronten sehr hell und freundlich. Die verschiedenen Ecken können auch hier frei gewählt werden.

Weitere Räumlichkeiten im Gebäude sind: je ein Waschraum mit zwei Toiletten, ein bis zwei Intensivräume und jeweils im Flur integrierte Garderoben.

Unser Garten im Neubau ist flächenmäßig begrenzt. Es stehen ein Wipptier, eine Röhrenrutsche, Kletternetz, Fahrzeuge, Vogelnestschaukel und ein großer Sandkasten zur freien Verfügung.

 

Unser Umfeld

 

Germaringen ist ein modernes Dorf mit ländlicher Struktur. Einige Betriebe und Firmen prägen das Ortsbild. Der Kindergarten steht neben der Grund- und Hauptschule in Obergermaringen.

Viele örtliche Vereine bieten den Kindern und Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Ebenso gibt es eine Pfarrbücherei, regelmäßige Kindergottesdienste und eine Einrichtung für Kleinkinderbetreuung.

 

 

Wir als Team

 

 

 

Das Personal besteht aus Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und einer Erzieherpraktikantin. Die Kindergartenleitung ist gleichzeitig auch Gruppenleitung.

Ebenso sind wir ein ausbildender Kindergarten. Im sozialen Bereich ist es sehr wichtig kompetente Persönlichkeiten zu haben, die "ihre Kinder" pädagogisch richtig fördern und betreuen, deshalb bilden wir aus. Über das gesamte Jahr verteilt finden Sie bei uns:

  • Kinderpflegepraktikanten/innen

  • FOS Praktikanten/innen

  • Schnupperpraktikanten/innen

  • Erzieherpraktikanten/innen

Auch werden wir von vielen helfenden Händen unterstützt, wie den Gemeindearbeitern, die anfallende handwerkliche Arbeiten übernehmen, vom Elternbeirat beim Organisieren und Durchführen verschiedener Feste.

 

Um die bestmögliche pädagogische Arbeit zu gewährleisten, legen wir auf eine gute Zusammenarbeit untereinander und auf ein partnerschaftliches Miteinander besonderen Wert.

Das bedeutet, das gesamte pädagogische Personal kann Themenvorschläge und Ideen gleichberechtigt einbringen, die dann in dem gesamten Team besprochen und entschieden werden.

 

Ziele der Zusammenarbeit:

 

  • Entscheidungen sollen im Gesamtteam getroffen werden.

  • Alle Mitarbeiterinnen sollen sich gleichwertig angenommen fühlen.

  • Vorschläge sollen miteinander abgesprochen und diskutiert werden.

  • Aufgeschlossenheit und Hilfestellung gegenüber Problemsituationen.

  • Unser guter Umgang und die Zusammenarbeit im Team soll den Kindern

als Vorbild dienen.

  • Jede hat die Möglichkeit, ihre individuellen Stärken bei der Umsetzung der

pädagogischen Arbeit einzubringen.

 

Formen der Zusammenarbeit:

 

  • Ständiger Austausch und Gespräche mit den Kolleginnen in der Gruppe.

  • Im Großteam getroffene Entscheidungen werden individuell in der

jeweiligen Gruppe umgesetzt.

  • Information und Austausch im Gesamtteam.

  • Unsere zweiwöchentliche Teamsitzung.

 

 

 

Zusätzliche Tätigkeiten:

 

  • Verwaltung von gruppeninternen Finanzen

  • Planung, Vor- und Nachbereitung (Reflexion) der täglichen pädagogischen Arbeit

  • Beobachtung

  • Gezielte Betreuung während der Freispielzeit

  • Bereitstellen von Materialien

  • Durchführung von Aktionen und Projekten

  • Elternabende und Festgestaltung mit Eltern

  • Elterngespräche

  • Anleiten von Praktikanten /-innen

  • Kontakte mit Erstklasslehrer /-innen

  • Raumgestaltung

  • Teilnahme an Fortbildungen, Auseinandersetzung mit Fachliteratur

  • Führen von Anwesenheitslisten

  • Bestellung von Material und Spielzeug

  • Aktualisieren der Konzeption

  • Einkäufe

  • Elternpost

  • Instandhaltung und Reinigung von Mobiliar und Spielzeug

 

Gesetzliche Grundlage

 

Die Grundlage für unsere Arbeit ist das Bayrische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz, welches am 01. August 2005 in Kraft getreten ist.

 

Das Kind gestaltet entsprechend seinem Entwicklungsstand seine Bildung von Anfang an aktiv mit.

 

Das pädagogische Personal in den Kindertageseinrichtungen hat die Aufgabe, durch ein anregendes Lernumfeld und durch Lernangebote dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder anhand der Bildungs- und Erziehungsziele Basiskompetenzen erwerben und weiterentwickeln.

 

Unser Kindergarten ist eine anerkannte Bildungseinrichtung, die dieses Gesetz umsetzt.

 

Die wichtigsten Eckpunkte des Gesetzes

 

Die neue Finanzierung

Die staatliche Bezuschussung erfolgt pro Kind und richtet sich danach, wie viele Kinder die Einrichtung besuchen, wie lange sie in der Einrichtung sind und welche Gewichtungsfaktoren (Alter, Behinderung…) geltend sind. Dies alles wird in einem Betreuungsvertrag/Buchungsbeleg vereinbart.

 

Sicherung des Bildungsauftrages

Im Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) sind die Bildungs- und Erziehungsziele für pädagogische Arbeit festgelegt. Deshalb orientieren sich unsere Ziele nach dem BEP.

 

Der Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) legt Ziele fest, welche für die Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zu Einschulung von besonderer Bedeutung sind.

 

Das pädagogische Personal hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Kinder die Bildungs- und Erziehungsziele vor allem durch angeleitetes und freies Spiel erreichen.

 

Der wichtigste Schwerpunkt des BEP sind die Basiskompetenzen. Dies sind grundlegende Fähigkeiten und Persönlichkeitscharakteristika, welche für den Erfolg und

 

 

 

Unser Bild vom Kind

 

 

  • Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten, die sich an der Gemeinschaft orientieren und miteinander wachsen.

 

  • Kinder sind neugierig und experimentierfreudig. Wir bieten ihnen vielfältige Möglichkeiten sich selbst zu verwirklichen, um Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern.

 

  • Kinder brauchen Grenzen und Freiheit für ihre Entwicklung.

 

  • Kinder sollen zur selbständigen Konfliktlösung angeregt werden.

 

  • Kinder bestimmen den Alltag mit, sie äußern ihre Meinungen und Wünsche, die wir in die Planung mit einbeziehen.

 

  • Kinder fühlen sich bei uns geborgen, wir schaffen eine Atmosphäre, in der das Lernen Spaß macht.

 

  • Wir stärken die Kinder darin, ihr Selbstvertrauen zu entwickeln.

 

  • Wir nehmen die Bedürfnisse der Kinder ernst und lassen diese in unsere Planung einfließen.

 

  • Jedes Kind ist einzigartig und wertvoll.

 

  • Wir nehmen es so an, wie es ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pädagogische Leitziele

 

Das Kind gestaltet entsprechend seinem Entwicklungsstand seine Bildung von Anfang an aktiv mit. Das pädagogische Personal in den Kindertageseinrichtung hat die Aufgabe, durch ein anregendes Lernumfeld und durch Lernangebote dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder anhand der Bildungs- und Erziehungsziele Basiskompetenzen erwerben und weiterentwickeln. Leitziel der pädagogischen Bemühungen ist im Sinn der Verfassung der beziehungsfähige, wertorientierte, hilfsbereite, schöpferische Mensch, der sein Leben verantwortlich gestalten und den Anforderungen in Familie, Staat und Gesellschaft gerecht werden soll.

 

Daraus ergeht eindeutig der Bildungsauftrag des Kindergartens:

 

Kinder haben ein Recht auf Bildung. Die Verwirklichung dieses Rechts ist ein wichtiger Schritt hin zur Chancengleichheit. Durch Bildung des Kindes sollen die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung kommen.

 

 

Bildung soll das Kind von Geburt an erfahren. Der Kindergarten unterstützt, als Familien ergänzende Einrichtung, die Erziehungs- und Förderbemühungen der Eltern. Er erweitert die Lernfelder unter dem Aspekt der ganzheitlichen Förderung.

 

 

Bildung ist ein aktiver, sozialer, sinnlicher und lustvoller Prozess, der niemals endet.

 

 

 

Auf den folgenden Seiten beschreiben wir unsere Bildungsziele und deren Umsetzung. Unser Kindergarten fördert die Entwicklung der Basiskompetenzen. Darunter versteht man die grundlegenden Fertigkeiten und Persönlichkeitscharakteristiken, die das Kind befähigen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zu interagieren und sich mit den Gegebenheiten seiner dinglichen Umwelt auseinanderzusetzen. Die Förderperspektiven und Schwerpunkte stehen nicht nebeneinander, sondern sie durchdringen sich gegenseitig. Sie entsprechen den Vorgaben des bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BEP).

 

Persönlichkeitsentwicklung

 

Unser Ziel ist:

 

Die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • jedes Kind eine eigene Persönlichkeit und einen eigenen Charakter hat.

  • Selbstsicherheit für den weiteren Lebensweg wichtig ist.

  • Vertrauen in sich selber den Umgang mit Mitmenschen erleichtert.

  • positive Lebenseinstellung Offenheit für Neues zulässt.

  • die Kinder lernen mit Misserfolg, Belastungen, familiären Veränderungen und Stress umzugehen.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • Kinderkonferenzen

  • täglich Aufgaben übernehmen (An- und Ausziehen, Aufräumen...)

  • aktives Zuhören und loben der Kinder

  • Freispiel im Innen- und Außenbereich

  • freie Wahl von Spielpartnern und Spielmaterial

  • gleitende Brotzeit (mit wem, wie oft, wie lang und wie viel gegessen wird entscheidet das Kind)

  • Bastelarbeiten

  • schulvorbereitendes Programm

  • Stuhlkreis

 

 

Sozialerziehung

 

Unser Ziel ist:

 

Die Kinder fühlen sich in einer Gemeinschaft wohl und können sich konstruktiv einbringen.

 

 

 

Das ist uns wichtig weil:

 

- harmonisches Miteinander soziale Fähigkeiten erfordert

- Kinder gegenseitigen Respekt und Achtung aufbauen

- die Kinder im Umgang mit der Gruppe die Fähigkeit entwickeln eigene Emotionen, Meinungen und Interessen mit denen der Anderen abzuwägen

- Kommunikationsfähigkeit eine der wichtigsten ist

- die Kinder lernen, ihre Konflikte verbal zu lösen, sich angemessen auszudrücken, andere Kinder ausreden zulassen, ihnen zuzuhören und nachzufragen

 

 

Zielumsetzung durch:

 

- Vorbildfunktion ( Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Geduld, freundliches

Wesen, Kompromissbereitschaft, Teilen, Zuhören

- den täglichen Stuhlkreis ( Gesprächsregeln)

- feste Regeln und Grenzen im Kindergartenalltag

- Freispiel - Angebote - Anleitung zum sozialen Handeln

- gemeinsame Aktivitäten ( Spaziergänge, Ausflüge, Feiern)

- Freiraum in dem das Kind selbst entscheidet mit wem und was es spielt

- gezielte Beschäftigungen wie Gespräche, Kinderkonferenzen, Bilderbuchbetrachtungen, Helferspiele, Rollenspiele

 

 

Werte & Religion

 

Unser Ziel ist:

 

Die Kinder verinnerlichen die in unserer Gesellschaft geltenden Werte. Sie lernen zentrale Elemente der christlich-abendländischen Kultur kennen.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • das Wissen und Einhalten von Werten, Regeln und Geboten ein friedliches, konstruktives Zusammenleben ermöglicht.

  • dieses Wissen Verhaltenssicherheit und Orientierungshilfe gibt.

  • Kinder zur moralischen Urteilsbildung befähigt werden (Entwicklung des Gewissens).

  • dies Voraussetzung ist, um unvoreingenommen und mit Achtung gegenüber Andersartigen und Anderssein auf Andere gehen zu können.

  • Kinder zunehmend Verantwortung für ihr eigenes Handeln, für ihre Mitmenschen, sowie für Umwelt und Natur übernehmen müssen.

  • Kinder bereit und fähig zu demokratischem Verhalten sein müssen.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • Vorlesen von entsprechenden Geschichten und Bilderbüchern

  • Lernen von Liedern mit entsprechender Thematik

  • Einsatz von Medien

  • Vorbild / Vorleben

  • gezielte Gespräche

  • Projekte der Solidarität

  • Sensibilisierung für die Situation der Mitmenschen durch Rollenspiele

  • Erfahrung von Demokratie (z.B. „Kinderkonferenz“, Abstimmungen, Mitwirkung, Meinungsaustausch)

 

 

Der Hintergrund und die Umsetzung der religiösen Erziehung ist genauer unter dem Punkt „Unser katholisches Profil“ beschrieben.

 

 

Lernen lernen

 

Unser Ziel ist:

 

Die Kinder erlernen spielerisch das Lernen.

Sie lernen die Anwendung von Medien.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • Wissen und Kenntnisse die Kinder für ihr weiteres Leben stützt.

  • das logische und das räumliche Denken der Grundstein für die zukünftigen Aufgaben sind.

  • die richtige Lernmethode und das Arbeitsverhalten für die Schule nötig ist.

  • erworbenes Wissen angewendet und auf andere Situationen übertragen wird.

  • Ausdauer, Konzentration und Merkfähigkeit förderfähige Grundlagen sind.

  • man seinen Horizont durch Anwendung von Lexika, Atlas, Computer … erweitern kann.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • regelmäßige positive Rückmeldung an die Kinder

  • tägliche, immer wieder kehrende Aufgaben

  • Unterstützung bei Ideenverwirklichung der Kinder

  • gezielte Anleitung und Hilfestellung bei allen Aufgaben

  • Kleingruppenarbeit

  • unser Stuhlkreisprogramm

  • Vorschulprogramm z.B. Zahlenland, Würzburger Trainingsprogramm

  • betrachten von Sach- und Bilderbüchern

  • bei offenen Fragen nehmen wir Lexika zur Hand

  • die Kinder dürfen von zuhause zu bestimmten Themen Material wie Bücher, CD, Kassetten mitbringen

  • wir informieren uns bei neuen Themen im Internet

 

Sprachförderung

 

Unser Ziel ist:

 

Die Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu fördern und ihnen Freude am Spracherwerb zu vermitteln.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • sprachliche Ausdrucksfähigkeit erleichtert die Kontaktaufnahme und Planung gemeinsamer Aktivitäten.

  • diese Fähigkeit notwendig zur verbalen Konfliktlösung ist.

  • Sprache ein wichtiges Instrument für Meinungs- und Informationsaustausch ist.

  • mit Worten die Körpersprache ergänzt werden kann, emotionale Verfassung, Wünsche und Bedürfnisse genauer spezifiziert werden.

  • Sprachspiele Spaß bereiten.

  • das Erlangen von sprachlicher Bewusstheit das Lesen- und Schreibenlernen erleichtert.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • Gespräche / Erzählkreise

  • Einsatz von Geschichten und Bilderbüchern

  • Fingerspiele

  • Gedichte

  • Klatschverse

  • Abzählreime

  • Rätsel

  • Lieder

  • Sprachspiele (z.B. Zungenbrecher, Quatschgeschichten)

  • didaktische Spiele (z.B. Memory, Kofferpacken, …)

  • Würzburger Trainingsprogramm“

 

 

Natur & Technik

 

Unser Ziel ist:

 

Den Kindern Vorgänge in der Natur, Botanik, Chemie, Physik, Biologie, Anatomie und Gesundheitserziehung nahe zu bringen, sowie das Interesse an technischen Abläufen zu wecken.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • das Erleben in der Natur Voraussetzung für ein umweltfreundliches Handeln schafft.

  • wir die Neugier und das Interesse für diese Bereiche wecken.

  • Wissen um den eigenen Körper Voraussetzung für die Gesunderhaltung ist.

  • Mathematik und Technik die Bausteine für die Schule sind.

  • im heutigen Zeitalter immer mehr „Technikwissen“ verlangt wird.

  • die Kinder ihre Geschlechtsidentität entwickeln sollen.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • Spaziergänge

  • Basteln mit Naturmaterial

  • Beobachten der Lebensräume verschiedener Tiere in unserem Garten/Hecke

  • spontanes Aufgreifen von Kinderfragen rund um den Lebenskreislauf

  • Blumenbeete anlegen und Blumen umsetzen

  • benennen und spielen von geschlechtsspezifischen Kreisspielen

  • Themen wie Zahngesundheit, gesundes Essen und krank sein

  • Körperpflege und Hygiene (z.B. Hände waschen nach dem Toilettengang, Nase putzen, Hände waschen vor dem Essen, beim Husten Hand vorhalten, usw.)

  • Experimente und Versuche durchführen

  • beobachten und deuten von Naturphänomenen

  • begreifen von wissenschaftlichen Hintergründen

  • Mülltrennung / Müllvermeidung

 

Bewegung und Motorik

 

Unser Ziel ist:

 

Die fein- und grobmotorischen Fähigkeiten des Kindes zu fördern und seinen natürlichen Bewegungsdrang zu unterstützen.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • Bewegung die geistige Entwicklung fördert.

  • das Kind durch die Bewegung seinen Körper kennen lernt und wahrnimmt.

  • das Kind eigene Kraft dosieren, steuern und kontrollieren lernt.

  • die Körpererfahrungen für das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeitsentwicklung eine große Bedeutung haben.

  • Koordination, Konzentration und Ausdauer für die Schulvorbereitung wichtig ist.

  • Wahrnehmung, Sprachentwicklung und Sozialverhalten gefördert wird.

  • das Kind seine Energie abbauen, sich austoben und dadurch zur Ruhe kommen kann.

  • das Wohlbefinden des Kindes, seine Leistungsfähigkeit und körperliche Gesundheit verbessert wird.

  • das Kind seine motorischen Fähigkeiten erproben und dadurch selbst Erfahrungen sammeln kann.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • wöchentliche Turnstunden

  • Bewegungsecken mit Fahrzeugen und Hängematte

  • Spielen im Garten in verschiedenen Spielbereichen wie Fahrbahn, Rutsche, Schaukeln, Trampolin, Klettermöglichkeiten, Umgang mit Naturmaterialien

  • Kreis- und Tanzspiele

  • Ausflüge

  • Basteln, Kneten und Malen

 

Kreativitätsförderung

 

Unser Ziel ist:

 

Die Kinder werden zu kreativem Handeln angeregt, um Ideen zu entwickeln und diese auszuführen. Die Kinder bekommen einen ersten Einblick in den Bereichen Ästhetik, Kunst und Kultur.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • Kinder durch kreatives Arbeiten ihr Gefühlsleben ausdrücken.

  • wir die Freude am kreativen Gestalten vermitteln wollen.

  • die Kinder die Freiheit haben, ihre Ideen selbständig kreativ umzusetzen.

  • die Kinder ein Erfolgserlebnis haben und dadurch ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

  • durch kreatives Gestalten die Feinmotorik geschult wird.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • Bereitstellen von verschiedenen Bastelmaterialien zum

selbständigen Experimentieren

  • gezielte Bastelangebote

  • Gemeinschaftsarbeiten im Stuhlkreis

  • Raumgestaltung

  • organisiertes Aufräumen

  • Bilderbuchbetrachtung

  • ansprechende Tischdekoration

 

Musik

 

Unser Ziel ist:

 

Die Kinder durch Singen, Musizieren, Tanzen und Rhythmik für die Welt der Musik zu begeistern.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • singen und musizieren elementare Lebensäußerungen sind, die gepflegt und ausgebildet werden sollen.

  • Kindern beim Singen Gemeinschaftsgefühl und Freude vermittelt werden.

  • Kinder verschiedene Instrumente kennen lernen und ausprobieren sollen.

  • Kinder dadurch Rhythmusgefühl entwickeln können.

  • durch Liedinhalte Sachvorgänge vermittelt und vertieft werden.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • gemeinsames Singen von kindgerechten Liedern

  • wenn wir Kreis- und Tanzspiele durchführen

  • musikalische Begleitung von Kinderliedern (Orffinstrumente)

  • Klanggeschichten

  • Rhythmische Übungen

  • musikalische Vorführungen bei internen und öffentlichen Veranstaltungen

Interkulturelle Erziehung

 

Unser Ziel ist:

 

Die Kinder werden aufgeschlossen für und neugierig auf die sprachlichen und kulturellen Unterschiede der in unserer Gesellschaft lebenden Menschen.

 

Das ist uns wichtig weil:

 

  • dabei Mehrsprachigkeit und Multikulturalität als etwas Selbstverständliches und als Chance gesehen wird.

  • dies die Kompetenz für konstruktives und friedliches Zusammenleben von Individuen, Gruppen und Religionen mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Traditionen fördert.

  • die Allgemeinbildung erweitert wird.

  • die Kinder Rassismus und Diskriminierung erkennen und bekämpfen lernen.

 

Zielumsetzung durch:

 

  • Erzählkreise und Gespräche

  • Einsatz verschiedener Medien zur Wissensvermittlung

  • Begegnung mit anderen Kulturen (Gruppenmitglieder, Kunst, Exkursionen…)

  • fremdsprachige Lieder lernen und hören

  • Projekte (z.B. „Reise durch die Welt“, „Im Morgenland“…)

 

 

Methoden unserer pädagogischen Arbeit

 

 

Ein Tag bei uns im Kindergarten

 

Ein Kindergartentag hat einen festen Ablauf, an dem sich unsere Kinder orientieren können. Der Tag beginnt für die Kinder zwischen 7.30 und 8.30. Das ist die Zeit für die Begrüßung per Hand, Kontaktaufnahme und Integration ins Freispiel.

Im Freispiel können die Kinder selbst entscheiden, wo sie spielen, welches Spielmaterial sie verwenden, mit wem sie sich beschäftigen und wie lange. Die Kinder können im Freispiel ihr Sozialverhalten stärken, in dem sie lernen, Konflikte zu lösen, Absprache zu treffen, Frustration zu ertragen und Freundschaften aufzubauen. Durch Rollenspiele verarbeiten die Kinder Inhalte, die wir durch unsere Angebote an sie herantragen, oder die sie aus ihrem Umfeld erleben. Außerdem können die Kinder mit Bausteinen, Lego u. A. bauen und konstruieren. Im Konstruktionsspiel haben sie die Möglichkeit, ihre Kreativität und Phantasie zu entfalten, sowie statische und technische Ersterfahrungen zu sammeln.

Während der Freispielzeit findet zugleich auch die gleitende Brotzeit statt. Das heißt, jedes Kind darf selbst wählen zu welchem Zeitpunkt, mit wem und wie lange es essen möchte. Dadurch wird Selbstverantwortung und die Selbstbestimmung der Kinder gefördert.

Gezielte Beschäftigungen und Kleingruppenarbeiten finden ebenfalls während der Freispielzeit statt und sind dem Entwicklungsstand der Kinder angepasst.

Sie umfassen folgende Bereiche:

Lieder, Bilderbuchbetrachtungen, Märchen, Fingerspiele, Gestaltungsarbeiten, Bewegungsangebote, Kreis- und Bewegungsspiele, Experimente, Spaziergänge, Exkursionen, religiöse Unterweisungen, Feste usw.

In Kleingruppen, sowie auch bei Einzelangeboten, erfolgt eine intensive Förderung der geistigen, motorischen, emotionalen und sozialen Entwicklung des Kindes. Das Freispiel beenden wir mit dem gemeinsamen Aufräumen der Spielmaterialien und mit einem Stuhlkreis. Hier werden gemeinsam Probleme besprochen, offene Fragen geklärt, aber auch Kreisspiele gespielt, Lieder gesungen, Bilderbücher gelesen usw. Der gemeinsame Kreis fördert die Zusammengehörigkeit, das Selbstvertrauen und die Anpassungsfähigkeit der Kinder.

Am Ende des Kindergartenvormittags, wenn das Wetter es zulässt, sind unsere Kinder im Garten, wo verschiedene Möglichkeiten zum Austoben bestehen, wie Trampolin, Rutsche, Fahrzeug fahren, Fußballspielen usw. …

Um 12.00 Uhr beginnt die Abholzeit. Die Ganztagskinder werden von 12.30 bis 13.30 Uhr in der Mittagsbetreuung mit ihrem selbst mitgebrachten Essen versorgt.

Kinder, die die Nachmittagsgruppe besuchen, werden in unserem Haus von 13.30 bis 16.00 Uhr gruppenübergreifend betreut. Dabei achten wir im Besonderen darauf, dass wir durch Aufenthalt im Freien, oder Toben und Turnen in der Turnhalle dem Bewegungsdrang der Kinder nachkommen. Aber auch die gezielte Förderung zu verschiedenen Themen kommt am Nachmittag nicht zu kurz.

Des weiteren besteht die Möglichkeit an der Teilnahme von musikalischer Früherziehung und Englisch für Kinder (gegen extra Entgelt).

 

Projektarbeit

In der Projektarbeit sehen wir die Möglichkeit, durch selbständig tätig sein, erleben von Zusammenhängen, entdecken eigener Lösungswege der Kinder, dem Erziehungsauftrag gerecht zu werden.

 

Was heißt Projekt?

Als Projekt bezeichnet man ein längerfristiges Unternehmen mit bestimmter Thematik, das über längere Zeit statt findet und mehrere Kinder und Erwachsene mit einbezieht. Es hebt die Bedeutung des entdeckenden Lernens durch beobachten, analysieren, erforschen und experimentieren besonders hervor.

 

Warum Projektarbeit?

Es ist uns wichtig mit welchen Fragen und Themen sich Kinder beschäftigen. Fragen aus dem Umfeld tauchen auf.

Jean Jacquese Rousseau (1712-1778) benennt drei Erfahrungsfelder:

die Natur, die Dinge und die Menschen.

Wir gehen mit den Kindern auf den Weg, um mit allen Sinnen und dem Verstand den Dingen auf den Grund zu gehen und Antworten zu finden. Die Kinder werden ernst genommen und dürfen Ideen einbringen. Durch das selbst tätig werden lernen die Kinder ihre sozialen, emotionalen, motorischen und kreativen Fähigkeiten einzubringen und zu erweitern. Dadurch werden das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein gestärkt. Die Neugierde der Kinder wird befriedigt und der Spaß kommt nicht zu kurz.

 

Wann Projektarbeit?

Unsere Projektarbeit beginnt bei der Jahresplanung, bei der wir einige wichtige Termine vorab festlegen. Dazu zählen:

Herbst-, Faschings-, Sommer-, oder Jahresprojekte,

sowie fertig erstellte Vorschulprojekte wie:

Faustlos, Würzburger Sprachmodel und Zahlenland.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Jahr vor der Einschulung

 

Im letzten Jahr vor der Einschulung bekommt Ihr Kind ein umfangreiches Programm geboten. Die Vorschule, wie wir sie nennen, findet einmal pro Woche statt. Sie beinhaltet z.B.:

 

  • verschiedene Arbeitsblätter

  • Webrahmen

  • werken mit Holz

  • Schleife binden

  • sticken

  • selbst gestaltete Bastelkalender

  • falten

  • didaktische Spiele

  • verschiedene Techniken wie Spritz-, Knüll-, oder Wickeltechnik

 

Auch steht jedes Jahr der Besuch der Polizeiinspektion in Kaufbeuren, sowie Go-Kart fahren auf dem Verkehrsübungsplatz auf dem Programm.

 

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt ist das Würzburger Trainingsprogramm, wir sagen Schlaumeierstunde dazu. Sie findet jeden Tag 10 – 20 Minuten für den Zeitraum von 20 Wochen statt. Beginn ist im Januar (nicht in den Schulferien). Dort üben wir zuerst das Lauschen, genaues Zuhören, Hinhören, Laute (Buchstaben) erkennen, was ist ein Wort, aus was besteht es, bis hin zum Lautieren (Buchstabieren) von Wörtern.

 

Unser zweiter Schwerpunkt ist die Zahlenschule. Die Kinder lernen spielerisch den Umgang mit Zahlen. Es sind 22 Einheiten und findet einmal pro Woche ab Oktober statt. In der Zahlenschule geht es darum, die Welt der Zahlen und der Geometrie erfahrbar zu machen. Jede Einheit besteht aus drei Elementen:

die Zahlenhäuser, der Zahlenweg und das Zahlenland.

Zu jedem der drei Elemente werden in jeder Stunde anschauliche Übungen gemacht.

 

Ausführliche Informationen zur gesamten Vorschule gibt es am Informationselternabend speziell für Ihre Vorschulkinder im Oktober.

 

 

Kinderkrippe

 

In dieser Gruppe werden bis zu 12 Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren von einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin betreut. Die Betreuung von Kindern dieser Altersstufen erfordert eine stabile Betreuer – Kind – Bindung, da diese, anders wie ältere Kinder, häufig eine Bezugsperson benötigen. Ihre positive Entwicklung hängt ab von Vertrauen und Geborgenheit.

 

Diese Tatsache macht eine Eingewöhnungsphase von mindestens zwei Wochen notwendig, in der ein Beziehungsaufbau ermöglicht wird. Das Gelingen dieses Prozesses zeigt sich im Alltag in Situationen wie sich trösten lassen, das Genießen von intensiver körperlicher Zuwendung beim Wickeln, Füttern und anderen pflegerischen Tätigkeiten.

 

1. Die Eingewöhnungszeit

 

Die vertrauensvolle Beziehung ist aber auch im Zusammenhang mit Bildung und Erziehung der wichtigste Baustein: ein sicher gebundenes Kind ist offen für Personen und spielerische Angebote. Es zeigt sich neugierig, erkundet im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, Interessen und Bedürfnissen seine Umwelt und es sucht Kontakt zu anderen Kindern.

Das pädagogische Personal fördert dies und unterstützt durch entsprechende Materialien und Angebote.

 

Der Aufbau der notwendigen Bindung, die Unterstützung und Förderung von Selbständigkeit und Sauberkeit, die Schulung der Sinne, Sozialerziehung, Spracherziehung, und Bewegungsmöglichkeiten bzw. –angebote nehmen den größten Teil der Betreuungszeit in Anspruch.

 

Das „Berliner Eingewöhungsmodell“ macht deutlich, dass wir für einen sanften Übergang eines Kindes von der Familie in die Krippe sorgen können, wenn die Eltern das erforderliche Minimum an Zeit dafür aufbringen, ohne das geht es nicht.

 

Es gibt dabei Kinder, die eine kürzere Eingewöhnungszeit benötigen und Kinder die eine längere Eingewöhnungszeit von ca. 2 – 3 Wochen benötigen.

 

Das Kind sollte so lange begleitet werden, bis es der Erzieherin gelungen ist, eine tragfähige Beziehung zum Kind zu entwickeln.

 

Es geht in dieser Zeit auch um den Beziehungsaufbau zwischen den Bezugspersonen und der Erzieherin. Hat sich Vertrauen entwickelt, können Mutter und Vater ihr Kind ruhigen Gewissens in der Krippe/KiGa zurücklassen.

 

 

 

Berliner Eingewöhnungsmodell:

 

1. Tag Bezugsperson (Vater oder Mutter) besucht die Krippe für ca. 1St.

 

2. Tag Die Erzieherin versucht langsam Kontakt zu dem Kind

zunehmen

 

3. Tag Kontakt zu den Kindern wird verstärkt. Die Erzieherin versucht

z. B. im Wickeln oder Füttern die Mutter zu unterstützen bzw.

abzulösen.

 

4. Tag Der erste Versuch wird unternommen, dass sich Vater und

Mutter kurz von ihrem Kind trennen. Dabei kann herausgefunden

werden, wie lange die Eingewöhnungsphase voraussichtlich

dauern wird. Die Mutter/Vater geht für ca. 30 Min. aus dem

Gruppenraum, bleibt aber im Kindergarten. Dabei verabschiedet

sie/er sich ganz deutlich und „schleicht“ sich nicht davon.

Lässt sich ein Kind schnell beruhigen, geht man von einer kürzen Eingewöhnungsphase aus. Schreit das Kind und lässt sich nicht

beruhigen, sollte die Mutter/der Vater sofort zurückkehren.

Am nächsten Tag, darf nicht gleich wieder eine Trennung folgen.

Das Kind braucht noch mehr Sicherheit und die Beziehung zur

Erzieherin muss sich erst noch mehr festigen.

 

5. Tag Verlief die Trennung problemlos, wir die Zeit immer mehr

verlängert.

 

Die Eingewöhnung ist beendet, wenn ein Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert und beim Weggang von Mutter oder Vater evtl. noch protestiert, sich aber trösten lässt und danach in guter Stimmung spielt.

 

2. Der Tagesablauf

 

 

Bis 08.30 Uhr Bringzeit/ Austausch wichtiger Infos

anschließend Morgenkreis/ Begrüßungslied

 

gemeinsames Händewaschen

 

kleines Gebet

Brotzeit

 

Freispiel mit abwechselnden Angeboten

z. B. Musikinstrumente, verschiedene Malangebote

Kartons, Verkleidungssachen, Naturmaterialien

evtl. Spaziergänge, Bewegungsspiele in der Turnhalle

Spielen im Garten

 

ab 11.30 Uhr Händewaschen / Mittagessen

 

ab 12.00 Uhr Abholzeit/ für bleibenden Kinder Ruhephase/ Schlafzeit

 

Die verbleibende Zeit bis zur Abholung wird zum freien Spielen genutzt. Gewickelt werden die Kinder nach Bedarf oder nach Wunsch der Eltern.

 

3. Die Elternarbeit

 

Kleinkinder entwickeln sich rasant weiter. Sicherlich besteht von seitens der Eltern ein großes Interesse am Austausch mit den Betreuerinnen. Sie möchten sich informiert und eingebunden fühlen und teilhaben an der Entwicklung ihres Kindes. Regelmäßige Gespräche sind aber auch wichtig, um gut zum Wohle des Kindes zusammen arbeiten zu können, denn dies ist unser größtes, gemeinsames Ziel. Das Gruppenpersonal nimmt sich gerne nach vorhergehender Terminabsprache Zeit dafür. Selbstverständlich werden wichtige Informationen und Mitteilungen während der Bring- und Abholzeit ausgetauscht.

 

 

Schulkinderbetreuung

 

In unserer Einrichtung werden Grundschüler während der Schulzeit von

12:45 - 16:00 Uhr und während der Schulferien oder schulfreien Tagen entsprechend der Öffnungszeiten des Kindergartens betreut.

Die Kinder können bei uns ab 12:45 Uhr mitgebrachtes Mittagessen gemeinsam mit den Kindergartenkindern einnehmen. Es besteht die Möglichkeit, das Essen in der Mikrowelle zu erwärmen. Außerdem bieten wir bei Bedarf Saftschorle gegen Entgelt an.

Anschließend können sich die Kinder - je nach Wetter - im Garten oder in der Halle Bewegung verschaffen, Kontakt zu anderen Kindern und Betreuern aufnehmen, erzählen, was sie am Vormittag erlebt haben und erfahren, was im Kindergarten los war.

 

Hausaufgabenbetreuung

 

Um 14:00 Uhr beginnt die Hausaufgabenbetreuung im Tigergruppenraum. Jedes Kind hat einen festen Sitzplatz mit Eigentumsfach.

Die Betreuerin übernimmt folgende Aufgaben:

 

  • Hilfestellung zum selbständigen Arbeiten unter Verwendung unterschiedlicher Hilfsmittel

  • die Anleitung zur Arbeits- und Zeiteinteilung

  • die Bereitschaft, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen

  • eingehen auf die individuelle Leistungsmöglichkeit des Kindes, helfend und erklärend zu unterstützen

  • die Kontrolle der Hausaufgaben im Hinblick auf Lesbarkeit und Vollständigkeit

 

Die Endkontrolle der Hausaufgaben sollte über die Eltern erfolgen!

 

Was wir nicht leisten können ist:

 

  • Diktate üben

  • Gedichte und Vokabeln lernen

  • Abfragen vor Schulaufgaben

  • Nachhilfe bei Schulschwierigkeiten

 

Im Tigergruppenraum stehen den Kindern verschiedene Angebote zur stillen Beschäftigung zur Verfügung:

 

  • Mal-, Bastel- und Handarbeitsecke

  • Puzzles, Übungshefte und andere Spiele für eine Person

  • Lese- und Ruhebereich

Selbstverständlich dürfen die Schüler, wenn sie mit den schriftlichen Hausaufgaben fertig sind, am Programm oder dem Beschäftigungsangebot der Nachmittagsgruppe teilnehmen. Rückzugsmöglichkeit, um zu entspannen oder „unter sich“ sein zu können, ist im „blauen Zimmer“ geboten. Hier stehen ein CD-Spieler und Gesellschaftsspiele zur Verfügung. Ihr Bewegungsbedürfnis können die Schulkinder im Garten oder in der Turnhalle befriedigen.

Während der Schulzeit stehen Entspannung und Freizeitgestaltung in der knappen Zeit nach Erledigung der Hausaufgaben im Vordergrund der Schülerinteressen.

In den Schulferien verbringen die Kinder den Vormittag in der Bärengruppe und beteiligen sich am Kindergartenprogramm, welches ihrer Leistungsfähigkeit angepasst ist und sie in ihrer Entwicklung fördert. Außerdem sind altersgemäße Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden. Die Schulkinder können eigene Ideen verwirklichen und Neigungen und Interessen nachgehen.

 

Pädagogischer Aspekt:

 

Vor und nach der Erledigung der Hausaufgaben, sowie an schulfreien Tagen steht die Förderung von Sozialverhalten, Gruppenfähigkeit und Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund unserer pädagogischen Bemühungen.

Dies ergibt sich zum einen aus den Rahmenbedingungen: das Beschäftigungsangebot in Haus und Garten und gemeinsame Essensbereiche und

Essenszeiten. Die 3 – 10 Jährigen verbringen täglich viel Zeit zusammen. Hier werden Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Werte vermittelt und verinnerlicht. Das ältere Kind erlebt sich als jemanden, dessen Fähigkeiten und Fertigkeiten wertvoll und wichtig sind und die ihm eine Vorbildfunktion und Führungsrolle ermöglichen. Diese Erfahrung stärkt das Selbstwertgefühl.

Zum Anderen wünscht und braucht auch der Grundschüler noch regelmäßig eine Bezugsperson. Der Betreuer soll sich ihm eine gewisse Zeit voll und ganz widmen, er möchte etwas erzählen oder einen Beschäftigungswunsch erfüllt bekommen. Das Schulkind will zeitweise im Mittelpunkt stehen und spüren, dass seine Wünsche und Bedürfnisse Beachtung finden. Es fühlt sich angenommen und geborgen. So kann es seine Persönlichkeit entfalten.

 

Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass die Schüler nicht nur zur Hausaufgabenbetreuung angemeldet werden, sondern auch einen Teil ihrer Freizeit in unserer Einrichtung verbringen.

 

 

Elternarbeit

 

Es ist uns wichtig, ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Eltern aufzubauen. Dies ist eine notwendige Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung Ihres Kindes. Durch die beidseitige Wertschätzung und lebendige Zusammenarbeit entsteht die Voraussetzung für gute pädagogische Arbeit zum Wohl des Kindes.

 

 

1. Kontaktaufnahme:

Mit dem Eintritt in den Kindergarten ist es häufig das erste Mal, das sich das Kind von seiner Familie jeden Tag für einige Stunden löst und eigene Wege in einer neuen Umgebung geht. Für Eltern, deren 1. Kind in die Tageseinrichtung kommt, kann es eine neue Erfahrung sein, dass nun eine weitere Person in der Erziehung ihres Kindes beteiligt ist. Kontakte vor der Aufnahme ermöglichen eine vorsichtige Annäherung, erste schöne Erfahrungen und für Eltern viele Infos, die sie brauchen, um den erforderlichen Vertrauensvorschuss gewähren zu können.

Bereits vor dem Eintritt in den Kindergarten haben Eltern mit ihren Kindern die Möglichkeit, sich an Veranstaltungen unseres Kindergartens zu beteiligen, um den Kindern den Übergang in unsere Einrichtung zu erleichtern.

Dazu bieten wir:

 

  • Pfarr- und Kindergartenfest

  • Martinsumzug

  • Second-Hand Basar

(mit Kinderbetreuung)

 

Geschwisterkinder zudem bei:

 

  • St.Nikolausfeier

  • Knaxiade

  • Muttertagsfeier

  • Maifest

  • während der Bring- und Abholzeit

 

Durch die erfolgreiche Bewältigung des Übergangs erwirbt das Kind Kompetenzen im Umgang mit immer neuen Situationen im Leben und ist in der Lage, Angebote der Bildungseinrichtung bestmöglich zu nutzen.

 

 

 

2. Aufnahmeverfahren:

 

  • Anmeldegespräch und Besichtigung der Einrichtung

  • Informationsabend

  • Schnuppertag in der jeweiligen Gruppe

 

3. Mitwirkung:

 

  • Elternbeirat (wird jährlich zu Beginn des Kindergartenjahres gewählt)

  • Einbeziehung der Eltern bei Angeboten für Eltern und Kinder

  • Unterstützung bei Festen

  • Kooperation zwischen Träger, Eltern und Team

  • Organisation und Mithilfe bei Festen und Aktionen

 

 

4. Information und Austausch:

 

  • Elterngespräche auf Grund von Beobachtungen

  • Elternsprechstunde (wöchentlich mit vorheriger Anmeldung)

  • Elternbefragung

  • Infotafel

  • Elternbriefe, die über Aktionen, Termine etc. informieren

  • Elternveranstaltungen

 

Kooperation

 

Schule

Während der gesamten Kindergartenzeit bereiten wir Ihr Kind durch eine ganzheitliche Förderung auf die Schule vor. Um den Kindern die bestmöglichen Entwicklungschancen zu bieten, stehen wir mit verschiedenen Fachdiensten in Kooperation.

Viel Wert legen wir auf die Zusammenarbeit mit der Grundschule. Das Kindergartenpersonal trifft sich mit den Lehrern zum Austausch der verschiedenen Erwartungen. Welche Voraussetzungen soll ein zukünftiges Schulkind mitbringen? Wie weit soll es schon zählen können, Namen schreiben usw. … Auch besuchen wir mit allen Vorschulkindern einige Male die Schule und sind bei verschiedenen Unterrichtsstunden dabei. Genauso nehmen die Lehrer Kontakt zu unseren Vorschulkindern durch Besuche im Kindergarten auf. Die Eltern werden an einem Infoabend im Herbst über das spezielle Vorschulprogramm im letzten Kindergartenjahr informiert. Vor der Schuleinschreibung findet in der Schule ein Infoabend statt.

 

 

Fachdienste

 

Eine wichtige Zusammenarbeit besteht auch mit dem Pädagogischen Fachdienst für Kindergärten (Pfiff). Er bietet uns die Möglichkeit, bei Entwicklungsproblemen eines Kindes in den Kindergarten zu kommen und uns mit Gesprächen und Entwicklungstests zu unterstützen. Sie beraten die Eltern und uns, wie das Entwicklungsdefizit mit passenden Hilfen auszugleichen ist. Auch bei Hochbegabung bekommen die Kinder die richtige Unterstützung.

Weitere Stellen, mit denen wir zusammen arbeiten, sind:

 

Sonstige

 

  • Ärzte

  • Logopäden

  • Ergotherapeuten

  • Erziehungsberatungsstellen

  • Gesundheitsamt

  • Heilpädagogische Tagesstätte

  • Jugendamt

  • mobiler Dienst der Josef-Landes-Schule

 

Die Zusammenarbeit mit den oben genannten Stellen, die sich auf die Förderung einzelner Kinder bezieht, ist grundsätzlich nur mit Einwilligung der Eltern zulässig.

 

Maßnahmen zur Qualitätssicherung

 

Beobachtung und Dokumentation

 

Eine weitere Aufgabe für die Betreuerinnen ist die Beobachtung der Kinder. Es wird dokumentiert, wie sich das einzelne Kind in der Einrichtung entwickelt und wie es auf die pädagogischen Angebote reagiert. Wir beobachten die äußeren Persönlichkeitsmerkmale, die Sprachentwicklung, das Sozialverhalten, den emotionalen Bereich, die geistigen Fähigkeiten, sowie die Motorik. Außerdem werden selbst gestaltete Bilder gesammelt. Die Ergebnisse aus unseren Beobachtungen helfen uns, das Verhalten und Erleben der Kinder besser zu verstehen. Sie zeigen uns den Entwicklungsstand in den einzelnen Bereichen und bilden die Grundlage für Gespräche mit Eltern, Therapeuten und Lehrern, sowie zur Erstellung der individuellen Förderpläne.

 

Elternumfrage

 

In jedem Kindergartenjahr wird über einen detaillierten Elternfragebogen ermittelt, wie zufrieden die Eltern mit dem Kindergarten sind und welche Bedürfnisse, Wünsche, Interessen und Anregungen bestehen. Diese Erkenntnisse und die Ergebnisse der Kinderbeobachtung helfen uns bei der Planung und Durchführung unserer Angebote, die sich an der aktuellen Situation orientiert.

 

Fortbildung

 

Das Team bildet sich durch Besuche von Arbeitskreisen und Fortbildungsveranstaltungen ständig weiter. Die erworbenen, neuen pädagogischen Kenntnisse fließen in unsere tägliche Arbeit mit ein. Reflexionen, Erfahrungsaustausch, Fallbesprechungen mit Kollegen und Fachdiensten helfen uns dabei, unsere Ziele zu erreichen und sie ggf. zu verändern, d.h. sie an die aktuelle Situation anzupassen.

 

Konzeption

 

Diese Konzeption dient uns als Leitfaden für unsere pädagogische Arbeit. Sie wird regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft, entsprechend der geänderten Situation angepasst und fortgeschrieben. Bei einem Konzeptionstag reflektieren und überprüfen wir unsere Zielsetzung. Rahmenbedingungen hinsichtlich personeller Ausstattung, Kinderzahlen, Räumlichkeiten, Inventar und Bedürfnisse unserer Familien werden betrachtet und berücksichtigt.

 

 

Schutzauftrag des Kindergartens

 

Zu unseren Aufgaben als Kindertageseinrichtung zählen auch die Sorge um jedes Kind, dessen Wohlbefinden und Entwicklung gefährdet ist, und sein Schutz vor weiteren Gefährdungen.

 

Das Wohlbefinden des Kindes ist maßgebliche Voraussetzung dafür, dass kindliche Lern- und Entwicklungsprozesse gelingen.

 

Es liegen konkrete Anhaltspunkte vor, die auf Gefährdungssituationen des Kindes in der Familie oder im weiteren sozialen Nahraum schließen lassen.

 

Dazu gehören insbesondere:

 

  • körperliche und seelische Vernachlässigung

  • körperliche und seelische Misshandlung

  • sexuelle Gewalt

  • aber auch Familiensituationen, die das Wohl des Kindes indirekt gefährden (z.B. Gewalt in der Familie, Suchtprobleme, psychische Erkrankungen eines Elternteils)

 

 

Zur Vorbeugung von Gefährdungsfällen macht unser Kindergarten vielfältige Angebote für Familien und Kinder (z.B. Hilfen bei Kindern mit Entwicklungsrisiken, Gewaltprävention, Umgang mit Fremden).

Wir legen Infomaterialien für Eltern aus, hängen Notrufnummern am schwarzen Brett aus und bieten Elternabende zusammen mit fachkundigen Stellen an.

 

Schlusswort

 

Diese Konzeption ist die theoretische Auseinandersetzung mit unserer Pädagogik und unseren Zielen. Sie wird in regelmäßigen Zeitabständen auf ihre Aktualität überprüft: haben sich Familiensituationen, örtliche Gegebenheiten, gesetzliche Vorgaben, personelle Besetzung … verändert? Welche Auswirkungen hat dies? Welche Veränderungen der Kindergartenarbeit sind notwendig, um der Lebenssituation unserer Familien gerecht zu werden?

 

Das wichtigste jedoch, was Kinder jetzt und auch in Zukunft brauchen, verdeutlicht abschließend dieses Gedicht:

 

 

Hilf mir, es selbst zu tun.

Zeig mir, wie es geht.

Tu es nicht für mich.

Ich kann und will es alleine tun.

Hab Geduld meine Wege zu begreifen.

Sie sind vielleicht länger,

vielleicht brauche ich mehr Zeit,

weil ich mehrere Versuche machen will.

Mute mir auch Fehler zu,

denn aus ihnen kann ich lernen.die Zufriedenheit in der Schule, Familie, Beruf und Gesellschaft von Wichtigkeit sind.

 

Maria Montessori